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Himi

Nach der tollen One Piece Crew Mitglied – Aktion vor einiger Zeit hat sich Japan mal wieder was tolles Neues ausgedacht.

Dieses Mal hat sich der Hersteller Kirin, den viele bestimmt von der Biersorte her kennen, mit dem weltweit beliebten Anime von Akira Toriyama zusammen getan. Zusammen haben sie die Webseite Welcome! Dragon Ball World! eröffnet, die es euch ermöglicht aus vielen bekannten Variationen des Toriyama-Stils einen eigenen Dragon Ball Charakter zu basteln, und, jetzt kommts: sie gegeneinander kämpfen lassen!

Gleich vorweg um die Erwartungen etwas zu drosseln: Nein, es ist leider kein richtiges fighting game sondern nur eine sehr, sehr vereinfachte Gegenüberstellung der Powerlevel eurer Charaktere. Aber je öfter ihr Kämpft oder eure Kampfergebnisse auf Social Media teilt, desto mehr steigt euer Power Level.

Aber seien wir ehrlich, eigentlich geht es nur darum einen witzigen Charakter im Dragon Ball Style zu kreieren.

So, wie funktioniert das jetzt?

Erst einmal geht ihr auf die Startseite: https://dragonballcp.kirin.co.jp/make/#Race

Nach einem kurzen Dialog mit Goku und Trunks, durch den ihr einfach durchklicken könnt, werdet ihr darum gebeten eure Rasse und Geschlecht zu wählen.

Ihr habt die Auswahl zwischen Saiyajin, Erdling, Namekianer, Freezers Rasse, Majin Boo´s Rasse, Android und Supreme Kai.

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Nachdem ihr euch für eine Rasse/geschlecht entschieden habt klickt ihr auf den grünen Ok Button und weiter geht’s zur Charakter zusammensetzung. Hier könnt ihr dann wie gehabt Haare, Kleidung, Augen usw auswählen und bund drauf los basteln.

Ich hab mich mal für die Rasse Supreme Kai entschieden.

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Wenn ihr fertig seid, klickt wieder den OK Button oben rechts.

Jetzt wird euch im ersten Feld ein Titel zugewiesen, den ihr aber aktualisieren könnt, wenn er euch nicht gefällt. Wenn ihr es nicht versteht, dann copy-paste in https://www.wadoku.de/

Darunter könnt ihr euren Namen eintragen und dann wieder Ok klicken.

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Nicht erschrecken, die folgende Seite mit Krillin erinnert euch nur daran, eure persönliche Seite im Anschluss zu bookmarken. Mit dem Klick auf den blauen Button kommt ihr dann auf euer Profil auf dem als erstes euer Powerlevel gewertet und euch ein Power Move zugeteilt wird (in meinem fall ist es der große göttliche Blitz XD ).

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Wenn ihr wissen möchtet, was in eurem Profil steht, empfehle ich wieder ein copy-paste der Wörter in https://www.wadoku.de/

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Wichtig ist eure ID ganz unten. Ihr braucht die ID´s eurer Freunde, um gegen sie zu kämpfen.

An dieser Stelle fordere ich auch jeden heraus, der gerne gegen meine HimiNSW kämpfen möchte! Meine ID ist NQDAAJ

Um gegeneinander kämpfen zu können, klickt einfach auf den lila Button ( futari de battle - Zweikampf) und gebt die ID eures Gegners in das rechte Feld ein. Dann klickt rechts auf den lila Button und das Battle beginnt.

Im Anschluss steigt euer Kampflevel auf eurer Profilseite. Ihr könnt bis zu 5 mal am Tag kämpfen. Zusätzliche Kampfpunkte gibt es, wenn ihr das ganze auf Social Media teilt.

Viel Spaß damit! Zeigt uns doch ein paar Screenshots von euren Charakteren in unserer Family! Ich bin gespannt.

 

Eure Himi

Himi Mai 7
Himi

Als seriöse Japanologin beschäftige ich mich von Natur aus gerne mit der japanischen Kultur…pff, das glaube ich mir selber nicht! Als absoluter Japan-Nerd ist es meine allerliebste Beschäftigung mich mit diesem Land und den Leuten auseinander zu setzen. In den insgesamt 2 Jahren, die ich dort leben und arbeiten durfte, konnte ich alles einmal hautnah und langfristig erleben und beobachten.

Rückblickend fällt mir dabei auf, dass diese Touristen-Brille, mit der man breit grinsend durch die Straßen läuft und alles toll findet, gerade mal 1-2 Monate wenn nicht sogar nur einige Wochen fest auf der Nase sitzt. Nach einer gewissen Zeit, normalerweise sobald ein gewisses Alltagsleben einsetzt, fällt einem ganz schnell auf, dass es einige Sachen gibt, die einem tierisch auf die Nerven gehen. Versteht mich nicht falsch, ich liebe dieses Land! Aber es gibt so ein paar Kleinigkeiten, auf die ich gut und gerne verzichten kann. Da ich nun schon einige Zeit nicht mehr in Japan lebe, habe ich mich mit einem guten Freund, der mit einer Japanerin verheiratet ist und seit 3 Jahren in Tokyo arbeitet, unterhalten, um eventuell veränderte Verhältnisse festzustellen. Dabei fiel mir auf: es hat sich nichts verändert. Auch habe ich in den letzten Jahren mehrere Berichte über „nervige Dinge in Japan“ gelesen und musste jedes Mal zugeben, dass ich zu 90% solchen Artikeln zustimme. Zeit eine eigene Liste zu machen. Kein Land ist perfekt. Aber als Tourist hat man einfach nicht die Möglichkeit einen anderen Blickwinkel kennen zu lernen. Ich möchte keinem Japan schlecht reden, aber man muss auch mal realistisch sein und zugeben, dass nicht immer alles kawaii ist!

(Achtung: Alle ortsspezifischen Aussagen auf Tokyo bezogen! Nicht Japan im allgemeinen!)

 

Heuchelei

Und das bringt mich gleich zu meinem ersten Punkt. Kawaii (süß!), omoshiroi (interessant), eeeeeh-hontou ni? (echt jetzt?)...wenn ich diese Phrasen höre, auch gerne in Kombination, höre ich in den nächsten 2 Sätzen auf zu reden. Denn das Interesse, was einem da entgegen springt, ist meistens absolut vorgeheuchelt. Vor allem das allseits beliebte kawaii. Seien wir ehrlich, wer auch nur 10 Minuten durch den Shopping Distrikt in Tokyo läuft, wird ganz schnell feststellen, dass absolut jeder andere stylischer aussieht als man selber. Egal wie man sich kleidet oder die Haare macht, man ist definitiv NICHT kawaii in den Augen eines Fashion-up to date-Tokyoters. Schon gar nicht, wenn man in die dortigen Kleidergröße nicht mal annähernd rein passt. Tokyoter studieren ihre Fashion-Magaziene regelrecht. Da haben wir deutsche Normalos absolut keine Chance. Wenn sich wirklich jemand für dich oder deine Themen interessiert, werden Fragen gestellt. Oder zum Handy gegriffen und selber Infos darüber gesucht. Alles andere ist das typische japanische Anlächeln und das Gegenteil denken. Prinzipiell ist das keine böse gemeinte Geste. Wer hört nicht gerne ein Kompliment zu einer Sache, die einen sehr begeistert. Nach einem miesen Tag gibt es auch nichts schöneres, als ein falsches Kompliment, einfach nur mal um sich ein kleines bisschen besser zu fühlen. Nur diese geballte Masse an Falschheit nervt gewaltig.

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Kawaii-faktor Kreischen

Vom vorgeheuchelten Kawaii wandern wir zum übertriebenen Niedlichkeitsfaktor. Muss man seine Stimme verstellen um niedlich zu wirken? Als würden die kurzen Röcke und die antrainierten X-Beine nicht schon reichen. Aber wenn ich einen Laden betrete oder auch nur daran vorbei gehe und mir diese high pitched Stimme schrillend entgegen brüllt, bluten meine Ohren! Am Anfang ist es interessant und lustig das zu hören. Aber spätestens nach 2 Monaten möchte man mit einem Baseballschläger umher laufen. Dieses schrille „irasshaimaseeeeeeee~“ (Herzlich Willkommen) klingelt einem noch Stunden nach Verlass des Geschäftes in den Ohren. Da hilft leider auch keine laute Musik mehr. Selbst ein Krankenwagen würde in der irasshaimase-Frequenz gnadenlos unter gehen. Ich übertreibe natürlich und auch nicht jede Japanerin quietscht so ekelhaft, aber es ist echt nervig und ich kann darauf wirklich getrost verzichten.


 

Rassismus

BildJap, den gibt es auch in Japan. Er ist nur nicht so auffällig wie in Deutschland. Wer Rassismus einmal als Ausländer erfahren hat, überlegt sich 2 Mal wie er mit einem Ausländer im eigenen Land umgeht. Es ist kein schönes Gefühl zu wissen, dass jemand auf einen hinab blickt ohne dich zu kennen. Und Japaner haben diese Disziplin perfektioniert. Wenn ihr das nächste Mal in einem Zug in Japan sitzt, achtet mal darauf wie viele Köpfe sich wegdrehen oder wie viele Augen plötzlich zufallen und einen Schlaf vorgaukeln sobald ihr aufblickt und euch umseht. Man fällt auf da man nicht in der breiten Masse untergeht. Und Leute begutachten und richten über euch ausgehend von eurem Verhalten. Wer auffällt, dem ist ein Nase rümpfen gewiss. Irgendwann spürt man nur noch Blicke auf sich und es nervt. Aber woher will ich das wissen? Naja, ab ca. 23 Uhr, wenn alle betrunken nach Hause fahren, fangen die Menschen in den Zügen mit ihren Freunden zu reden an. Und aus irgendwelchen Gründen gehen Japaner nicht davon aus, dass man als Ausländer japanisch spricht. Was über einen gesagt wird, ist nicht immer nett. Auch wenn man einer alten Dame im Zug freundlich Platz machen will, sie aber lieber stehen bleibt, ist das eine deutliche Botschaft. Ich kenne auch keinen männlichen Ausländer, der noch nicht völlig Grundlos auf der Straße (meist mit Fahrrad) von Polizisten kontrolliert wurde. Frauen passiert das weniger. Auch von meiner Zeit als Kellnerin weiß ich, dass Ausländer sehr viel lauter in Restaurants sind. Und ich weiß auch, wie über diese in der Küche gelästert wird. „Respektlos“, „Anstandslos“, „Nervig“, „Anstrengend“…sind nur einige Worte an die ich mich erinnere. Ganz egal ob es Amerikaner, Chinesen oder Russen sind, „Ausländer“ ist ein Sammelbegriff in den man selber IMMER mit reingehört. In Japan ist man kein Deutscher. Man ist Ausländer. Lustigerweise ist man, wenn ein Japaner in Deutschland ist, auch immer noch Ausländer. Kaikokujin ist man überall auf der Welt, solange mein kein Japaner ist.

 

TV und das Essen

Ich wollte als Kind immer japanisches Fernsehen. Aus irgendwelchen Gründen dachte ich immer, es kann nur besser als deutsches sein. Schnell musste ich lernen, dass wir mit unseren (geschätzten) 20 free-TV Sendern echt verdammt gut dran sind. Japan hat ca. 12 (wenn man die 2 englischsprachigen mit einstellt). Und von diesen 10 Sendern bringt absolut jeder abends dasselbe!!! Man kann wählen zwischen:

a)      einer Sendung über Essen, in der irgend welche Y-Promis, irgend einen quatsch essen und darüber  staunen,

b)      einer Game/Quiz show in der Leute an irgend einer Stelle Essen und darüber reden,

c)       eine Dokumentation über einen besonderen Landstrich in Japan….und das Essen was es dort gibt,

d)      und Serien in denen man ständig in Restauarants sitzt und isst.

Ernsthaft? Gibt’s nix anderes außer Essen? Selbst wenn sie sich mal ins Ausland trauen geht’s ums Essen. Ich meine, das Essen in Japan ist das absolut beste, aber ich muss da nicht 24/7 Werbung für machen. Denn etwas anderes ist das nicht. Werbung für bestimmte Regionen. Japaner reisen für das Essen durch ihr eigenes Land. Essen und Onsen. Dann guck ich lieber zum 1000sten mal The Big Bang Theory und Two and a half men.


 

Esskultur

BildWir bleiben mal beim Thema Essen. Die japanische Essenskultur ist ohne Zweifel die vielseitigste die ich bis jetzt kennen gelernt habe. Und es ist immer unglaublich lecker, egal ob ein Stück Fleisch oder ein Gemüseeintopf. Dennoch ist sie unserer gegenüber so unglaublich anders. Es gibt einfach keine Frühstückskultur. Mal eben Brötchen vom Bäcker holen gibt’s nicht. Auch keinen Belag. Toast mit Butter oder überteuerter Marmelade ist das höchste der Gefühle. Ansonsten hat man nur abgepackte, viel zu künstlich süße Teigwaren im Angebot. Die ersten Monate hat man das noch gerne gegessen. Aber auch davon hat man irgendwann genug. Es gibt einfach keine Alternative. Japaner essen zum Frühstück auch gerne mal Curry. Das geht, für meinen Magen, gar nicht. Mein Kumpel in Tokyo hat an dieser Stelle noch hinzugefügt, dass Japaner absolut nicht nachvollziehen können wie man zum Abendbrot einfach nur Brot mit Belag essen kann. Bei seinen Schwiegereltern wird sich regelmäßig darüber lustig gemacht, wie sabishii, einsam und traurig, doch die deutsche Esskultur ist, nur weil er nicht 3 mal Reis-nachschlag, Misosuppe, einen Teller voll Fleischstreifen („denn richtige Fleischstücke kennt ein Japaner nicht“), irgendeinen Fisch und dazu mindestens 1 Bier am Abend zu sich nehmen will.

„Ich werde jedes Mal ausgelacht, vor allem von der Familie meiner Frau, dass ich Abends nicht so viel essen will. Ich finds nur noch nervig!“

 

Wie die Lemminge

BildJapaner sind wie Lemmige. Gibt es irgendwo etwas neues, rennen sofort alle hin und stellen sich unendlich lange in einer Schlange an. Neues Restaurant? Sofort hin! Neuer Süßwarenladen? Wenn man den nicht ausprobiert, ist man unten durch, sofort hin! Und wehe man geht mit mehr als 2 Personen ohne Reservierung in ein Restaurant! Es muss immer langfristig im Voraus reserviert werden. Einige Läden haben sogar eine Absage-Gebühr wenn man eine Stunde vorher absagt. Man merkt manchmal sehr deutlich, wie wichtig ein Hype in Tokyo für das gesellschaftliche Überleben ist. Wenn es alle gemacht haben ist es fast schon eine Beleidigung, wenn du es nicht gemacht hast. Sehr, sehr seltsam wenn ihr mich fragt.

An dieser Stelle noch schnell ein Zitat von meinem Kumpel, der seine Frau nachmacht:

„Was? Es gibt einen neuen Käsekuchenladen in Ikebukoro? Schnell anstellen in der 1km langen Schlange!“

„Moment, wenn das auch noch im TV war, schnell hin!!!!“

Muss ich immer etwas lachen bei solchen Aussagen.

 

Bürokratie

BildWeg vom Essen, hin zur Bürokratie. Wer der Meinung ist, deutsche Bürokratie wäre anstrengend sollte in Japan jeglichem Papierkram aus dem Weg gehen. Es ist einfach anstrengend, zeitaufwendig und in so vielen Fällen einfach nur Sinnlos. Mir wurde ein einziges Mal in Japan mein Portmonee geklaut. Daraufhin ist mein japanischer Chef mit mir zur Polizei um es zu melden. Problem: Wer aus der Reihe tanzt hat den Schaden. Man hat von mir verlangt, den gesamten Anzeigebogen auf Japanisch auszufüllen. Inklusiv der Adresse und des Diebstahlvorgangs. Mal davon abgesehen, dass ich meine Adresse noch nicht auswendig konnte, war mein Japanisch damals noch nicht so Vokabelsicher im Bereich Diebstahl. Als ich fragte, ob mein Chef mir die Adresse sagen könnte und ich sie als Romaji (unser Schriftsystem) aufschreibe bekam ich ein klares nein als Antwort. Es muss Japanisch mit Kanji sein! Also fragte ich, ob er für mich schreiben dürfte. Auch nein. Tief durchatmen! Dann fragte ich, ob ich es mit dem Handy googeln und dann abschreiben dürfte…wieso hab ich eigentlich gefragt?  Für 4 Zeilen in dem Dokument habe ich fast 30 Minuten mit der Politesse diskutieren müssen bis sie schlussendlich zu ihrem Vorgesetzten gerannt ist, der daraufhin ankam, wir ihm die Problematik erklärten, und auch er komplett verneinte. Irgendwann ist dann auch er zu seinem Vorgesetzten, der dann auch zu seinem Vorgesetzten gerannt ist und nach knapp 1 ½ Stunden durfte mein Chef alles diktieren und die Politesse hat geschrieben. WAS?! Ernsthaft?! Wieso!!??? Wieso so kompliziert? Wo ist das bekloppte Problem gewesen? Und das ist nur ein Beispiel! Dasselbe Spiel hat man auch gerne mal bei der Bank, dem Postamt, der Einwanderungsbehörde oder sämtlichen staatlichen Einrichtungen, die nicht nur unmenschlich lange zur Bearbeitung brauchen, sondern auch so unflexibel sind, wie eine Stabheuschrecke. Brauch` ich nicht! Danke für nix und tschüss!

 

Das die Rushhour nervt habe ich in diesem Block einfach mal als gegeben angesehen und bin daher nicht noch einmal spezifisch darauf eingegangen. Keiner fühlt sich wohl in einer Sardinenbüchse. Es gibt viele Kleinigkeiten, die einem nach einer gewissen Zeit auf die Nerven gehen, ganz egal in welchem Land man ist. Das waren meine Top 7, auf die ich gut und gerne verzichten könnte wenn ich mich in Tokyo aufhalte.

Was habt ihr für nervige Erfahrungen gemacht? Gibt es noch mehr Eigenarten auf die ihr bei einem Tokyo-/Japanbesuch gut und gerne verzichten könntet? Lasst es mich wissen J

 

Eure Himi

Himi Feb 9 · Bewertung: 5
Himi
Disneys Moana/Vaiana ist nun schon seit einiger Zeit in den Kinos zu bestaunen und wie jeder hardcore Disney Fan konnte auch ich nicht ruhig sitzen bleiben bis ich ihn endlich gesehen hatte. Begeisterung war garantiert. Und wie bei jedem Disney Film erwacht dann noch der andere Nerd in mir: der japanische Song-Nerd! Es zerreißt mich jedes Mal aufs Neue, dass Japan bei jedem Disney Film immer so ewig lange braucht.

Doch nun gibt es sie endlich! Die erste kurze Version zu „How far I´ll go“ oder auf Deutsch: „Ich bin bereit“ (an dieser Stelle fetten Applaus an das deutsche Disney Team für die tolle Übersetzung! Wort für Wort perfekt genau übersetzt…) ist erschienen. Ladies und Gentleman: Moana to densetsu no Umi präsentiert „Dokomademo“ („Egal wie weit“).


モアナと伝説の海: "どこまでも~How Far I’ll Go~"


 


Als Sängerin und Synchronstimme wurde die 22 jährige Studentin Tomona Yabiku aus Okinawa im letzten Sommer bei einem der größten Castings in der Geschichte der Disney Castings ausgewählt die an dieser Stelle auch ihr Debut als Sängerin feiert. Bei einer Pressekonferenz am 19.01.2017 in Hawaii wurde ihr Name nun endlich veröffentlicht, mit anschließendem Titelsong zum Trailer. Yabiku erwähnte gegenüber der Presse, dass sie es zu Beginn nicht glauben konnte, dass man sie ausgewählt habe und auch am nächsten Tag noch alles wie ein Traum erschien. Yabiku arbeitet weiterhin hart an ihrer Perfomance als Sängerin und Schauspielerin und will nach dem Studium eine Schauspielkarriere in Tokyo anstreben. Vielleicht sieht man sie also in Zukunft in diversen Dorama oder Filmen. Ich bin gespannt!

 

Ich finde Bilddie Wahl eine junge Stimme aus Okinawa perfekt! Ihr wisst es eventuell nicht, aber Okinawa ist das Japanische Hawaii. Mir kam gleich ihr irgendwie japanisch klingende – aber irgendwie auch nicht – Name seltsam vor. Als ich dann hörte, dass sie aus Okinawa stammt, erklärte das alles. Okinawa war bis Anfang des 16. Jahrunderst ein eigenständiges Königreich. Irgendwann nutzen dann China und Japan die Inselgruppe (mit Gewalt) als Handelszone. Um 1879 beschloss Japan dann Okinawa an sich zu reißen und machte es zur neusten Präfektur. Nach dem zweiten Weltkrieg besetzten dann, bis heute, die Amerikaner die Inselgruppe. Zwar gehört Okinawa offiziell zu Japan, sie sprechen auch Japanisch, aber die Bewohnen sehen weder sich selbst, noch werden sie vom rest Japans, als „reine Japaner“ angesehen. Etwa so, als würden die Niederlande oder Dänemark ganz plötzlich zu Deutschland gehören. Man versteht sich zwar halbwegs aber Geschichte und Tradition sind eine komplett andere. Und genau deswegen passt es auch so schön zu Moana!

 

Ich bin gespannt auf den Rest das Films und die restlichen Songs auf Japanisch und HOFFE zutiefst, dass nicht so etwas grauenvolles wie „voll gerne“ dabei heraus kommt (noch mal Applaus für die Übersetzer an dieser Stelle! Ich hätte „You´re welcome“ nicht besser übersetzen können! „Gern gescheh`n“ wär zu auffällig gewesen…)

 

Eure Himi

Himi Jan 25
Himi

Der rockige Hitsong Zenzenzense der Band RADWIMPS hatte über mehrere Wochen hartnäckig die Stellung in den Top Hits der japanischen Charts gehalten. Und das das zu Recht. Ein Song der nicht nur ins Ohr sondern auch (mit lyrischer Übersetzung) ins Herz geht. Vor einiger Zeit wurde nun bekannt gegeben, dass es eine englische Version des Songs zur US Prämiere von Makoto Shinkais Kimi no na ha/Your name  geben soll, ebenfalls gesungen von RADWIMPS. Machte mich etwas stutzig. Man weiß ja wie gut Japaner mit ihrem Englisch sind. Und auch wenn Sänger und Komponist Yojio Noda einige Zeit in den USA verbracht hat, die Skepsis blieb.

Vor allem auch was die lyrische Übersetzung ins Englische angeht. Allein die Phrase Zenzenzense (grob Übersetzt: eine Existenz lange bevor) ist einfach unglaublich catchy und lässt sich nur schwer in andere Worte fassen. Die Lyrics sind sehr spezifisch auf den Anime geschrieben und allein die Vorstellung einer englischen Version eines japanischen Sängers kam mir gruselig vor.

Wer den Song/Film noch nicht kennt, hier ein kleiner Einblick:


RADWIMPS PV


 

Nun haben RADWIMPS ein Teaser Video zur englischen Version mit dem englischen Song veröffentlicht, der meine Skepsis hat senken können. Zwar handelt es sich nur um den Filmtrailer und die Lyrics sind schwer verständlich da die Stimmen der Figuren darüber gelegt wurden, aber eine Strophe ist deutlich zu hören:



Back in the zenzenzense ‘till this day
Been looking everywhere for you
I followed the sound of your innocent laughter
And it guided me in the right way
Even if every piece of you disappeared
And if it scattered everywhere...


Sehr interessant, dass sie die Phrase Zenzenzense beibehalten haben. Rhytmisch auch sehr schwer zu ersetzen. Fand ich schon mal gut. Allerdings muss ich zugeben, dass ich ohne die geschriebenen Lyrics kaum ein Wort verstanden hätte. Aber einmal gehört hat sich das Ohr eigentlich daran gewöhnt. Ich bin dem ganzen weniger Abgeneigt als zuvor und freue mich auf jeden Fall auf die Vollversion die es in Japan bereits am 27. Januar online zu kaufen gibt. Die amerikanischen Fans müssen sich wohl noch bis zum Filmstart im April gedulden. Und wer weiß wann sich Deutschland mal auskekst…

Was haltet ihr von der englischen Version?

 

Eure Himi

Himi Jan 25
Himi

Die japanische Platform Goo hat vor kurzem eine Umfrage ihrer Benutzer über die unbeliebtesten bzw. unspektakulärsten Sehenswürdigkeiten Tokyos durchgeführt und kam dabei auf ein für mich interessantes Ergebnis. So interessant, dass ich da meinen Senf dazu geben muss. Mit Tokyo verbinde ich persönlich die beste Zeit meines Lebens, weswegen mir nicht nur die Stadt, sondern auch bestimmte Orte ans Herz gewachsen sind. Oder auch nicht!

Wer noch nie in Tokyo war kann es sich immer schlecht vorstellen aber die Stadt besteht aus 23 Distrikten, die in der Adresszeile mit „-ku“ gekennzeichnet sind (zB. Shibuya-ku). Nur als Funfact nebenher: Städte werden mit „-shi“ und Präfekturen mit „-fu“ gekennzeichnet. Tokyo hat allerdings als Hauptstadt eine Sonderstellung und hat 1943 daher als Präfektur die Endung  „-to“ bekommen.  

„Hä? Wieso is Tokyo jetzt ne Präfektur? Ich dachte es wäre eine Stadt?“

Jap, beides richtig. Und ich setze noch einen oben drauf. Es gibt auch noch die Zugstation Tokyo. Die Station Tokyo befindet sich im Chiyoda-ku Distrikt in der Stadt Tokyo(-shi) die sich in der Präfektur Tokyo (-to) befindet. Verwirrend oder? Also immer schön gucken was für eine Endung hinten dran ist. Nicht das man euch sagt, ihr gewinnt eine Reise nach Tokyo und am Ende sitzt ihr in einem Reisfeld in Nerima. Auch die besonders schlauen  Medien präsentieren ihr Halbwissen gerne um dem Leser/Zuschauer mit Erstaunen weiß zu machen, wie viele Millionen Menschen in Tokyo leben. Leider lassen sie gerne mal das Detail weg, dass sie von der Präfektur mit 23 Distrikten die umgeben von 26 Städten,  5 Kleinstädten und 8 Dörfern, jedes mit seiner eigenen Regierung, sprechen und nicht von der Stadt allein. Klar, immer noch viel zu viele Menschen aber man kann es auch übertreiben.

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Okay, genug background Info zu Tokyo, kommen wir zu den in der Umfrage behandelten Touri-Plätzen, die eindeutig überbewertet werden.

 

Platz 7.1. Asakusa Hanayashiki (73 Wertungen)

Der kleine Vergnügungspark im Herzen des Asakusa Distrikts behauptet der älteste Japans zu sein. Gebaut wurde er 1853 und  ist aufgrund seiner Lage viel zu eng und klein, als dass er mit neueren Attraktionen mithalten könnte. Ich habe die ersten 2 Wochen in Japan direkt neben dem Park gewohnt und muss zugeben, dass ich nie drin war. Man hat nur immer das Gekreische der Leute in der Achterbahn gehört.  Verpasst habe ich aber glaube nichts. Da lohnt sich ein Besuch im berühmten Sensoji Schrein gleich um die Ecke mehr.

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Platz 7.2. Tokyo Tower (ebenfalls 73 Wertungen)

Das berühmte Erkennungszeichen Tokyos ist spätestens seit dem Bau des Tokyo Skytree ein eher unspektakuläres Ziel geworden. Möchte man meinen. Denn schon lange vorher wurde er an Höhe von vielen anderen Gebäuden überboten. So kann man zum Beispiel völlig Umsonst auf die Aussichtsplattform des Tokyo Metropolitan Government Building in Shinjuku, auf dem man eine viel bessere und weitere Aussicht auf die Stadt hat. KOSTENLOS!

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Platz 6 Roppongi Hills (77 Wertungen)

Roppongi Hills versucht als hippes schickie-mickie Gebäude Gäste mit Restaurants, Geschäften und Museen zu locken. Leider sind die Preise so enorm, dass ein Besuch fast schon enttäuschend für die dargebotene Umgebung erscheint. Die riesen Spinnenskulptur im Außenbereich ist zwar ein Foto wert, aber persönlich verbinde ich damit keine besonderen Erinnerungen.

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Platz 5 Ameyayokocho (81 Wertungen)

 Hierbei handelt es sich um die Shoppingstraße, die man direkt vor der Station Ueno vorfindet. Angeblich das Gegenteil zu Roppongi Hills. Ich kann mich erinnern einmal dort gewesen zu sein. Früher ein bekannter Schwarzmarkt ist es heute eher eine überfüllte, enge Straße mit kleinen Familien- und Touristenshops. War aber trotzdem sehr interessant  da mal durch zu laufen. Kann ich empfehlen wenn man nichts Besonderes vor hat und einfach mal ein bisschen spazieren und gucken will.

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Platz 4 Takeshitadòri (93 Wertungen)

Takeshitadori ist, ähnlich wie Ameyayokocho, eine schmale, enge Nebenstraße mit viel zu vielen Leuten. Anders ist jedoch das Thema. Hier findet man eine Menge abgedrehter, verrückter Sachen und eine ganze Menge Krimskrams. Zu finden ist die Straße direkt vor der Harajuku Station, Takeshita Exit. Die Wertung  bricht mir das Herz!  Ich habe sehr lange in der Nähe von Harajuku gelebt und bin immer an meinem freien Tag zu Takeshitadòri. Wenn es nicht von Menschenmassen überfüllt ist, ist es eine sehr schöne, verrückte kleine Straße, die immer was Neues zu bieten hat. Vor allem billige Kleidung die passt! Jeder mit Kleidergröße 38/M findet hier eigentlich was Passendes. Und wer günstig Hausutensilien kaufen will ist hier auch an der richtigen Stelle. Ich empfehle jedem einen Besuch und lege euch ans Herz Anfang der Woche vormittags dahin zu gehen. Im Anschluss empfiehlt sich ebenfalls ein Besuch im Yoyogipark, der sich nicht in Yoyogi sondern in Harajuku befindet! Wie oft mich Touristen an der Yoyogi Station gefragt haben wo denn der Park sei und ich ihnen jedes Mal sagen musste, dass sie eine Station weiter fahren müssen…sehr verwirrende Namensgebung.

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Platz 3 Sanrio Puroland (96 Wertungen)

Ähnlich wie der Asakusa Hanayashiki Park hat der Sanrio Puroland Park oder auch „Hello Kitty Theme Park“ das ähnliche Problem des Alters und des Platzmangels. Ich war leider noch nicht da aber ich denke mal gegen die großen Vergnügungsparks haben die kleinen innerhalb der Stadt einfach keine Chance mehr.

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Platz 2 Shibuya Kreuzung (97 Wertungen)

Ein weiterer Stich ins Herz! Meine Hood! Aber ich muss auch zugeben, wer sich mehr erwartet als die Eindrücke auf den unzähligen Fotos und Videos, wird enttäuscht nach Hause gehen. Es ist ja auch einfach nur eine Kreuzung.  Zwar bin ich immer noch von dem Phänomen begeistert, dass egal was man macht, man niemals in einen anderen hineinrennt aber ansonsten passiert da nicht sehr viel. Man geht halt einfach nur über die Straße…mit 300 anderen Menschen gleichzeitig. Kleiner Tipp am Rande: Es ist verboten in der 2. Etage des Starbucks im Tsutaya Gebäude Fotos von der Kreuzung zu machen. Macht es also schnell, heimlich und wenn kein Angestellter guckt.

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Platz 1 Tokyo Skytree (108 Wertungen)

Es ist schon fast lustig, dass das neuste, mit 634 Metern auch das höchste Gebäude der Stadt hier an erster Stelle der unbeliebtesten Touristenattraktionen steht.  Bestimmte Gründe wurden nicht genannt aber ich kann aus Erfahrung sagen: voll, teuer, unübersichtlich und Läden, die man überall sonst auch findet….nur in teuer. Wer also gerne stunden Lang in Schlangen ansteht, ist hier glaube ganz gut aufgehoben. Es ist allerdings ein atemberaubendes Gefühl davor zu stehen und sich der Challange anzunehmen in einem Selfie alle Freunde, inklusive des gesamten Skytree ins Bild zu bekommen. Ich lag auf der Straße!

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Natürlich bringt jeder seine eigenen Vorlieben bezüglich einer Attraktion mit und jeder schätzt das ein oder andere kleine Detail mehr oder weniger. Auch sind die Wertungen dieser Umfrage viel zu gering, um es auf die breite Masse anzurechnen. Dennoch kann ich das ein oder andere Argument gut nachvollziehen. Allerdings gibt es viel zu viele Besonderheiten hinter jeder Ecke. Und wenn es nur ein winzig kleiner Schrein in einer verlassenen Seitenstraße ist. Die Stadt verbindet erfolgreich Moderne und Tradition und ich empfehle jedem, sich einfach mal zu verlaufen. Es wird garantiert nicht langweilig!

 

Habt ihr schon Orte in Tokyo besucht, deren Werbung als Attraktion ihr für überwertet haltet?  Lasst es mich wissen, vielleicht können wir bei NSW auch mal eine Umfrage zusammen stellen und für zukünftige Besuche dem ein oder anderen eine verschwendete Anreise ersparen.

 

Eure Himi

Himi Jan 14 · Bewertung: 5 · Kommentare: 2 · Stichworte: japan, tokyo
Himi

In Japan ist es üblich, dass man gegen Ende des Jahres bzw. zu Neujahr sogenannte „nengajo“, Neujahreskarten versendet um Freunden und Familie einen frohes neues Jahr zu wünschen. Normalerweise sind diese Karten eher bunt und traditionell aber dieses Jahr hat die japanische Post beschlossen sich mit One Piece zusammen zu tun. Im Stil von One Piece und nach dem Sims-Prinzip kann man seinen Charakter erstellen und sich zusammen mit Ruffy und Co. auf einer Neujahreskarte tummeln.

Die Seite ist leider auf Japanisch aber wir gehen hier alles Schritt für Schritt durch damit ihr auch fleißig die Weltmeere unsicher machen könnt.

Erst einmal geht ihr auf die Seite der japanischen Post: https://onepiece.nenga2017.jp/#Top

Dort klickt ihr dann auf den großenRoten Startknopf (はじめる) unter dem Bild.

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Auf der nächsten Seite könnt ihr auswählen, ob ihr Männlein oder Weiblein sein wollt.

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Daraufhin habt ihr 4 Möglichkeiten.

Roter Button: „Den Charakter selber erstellen“

Grüner Button: „Mit Webcam ein Bild erstellen lassen“

Ruffy macht euch einen Charakter (links)

Ivankov macht euch einen Charakter (rechts)

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Solltet ihr euch für die Webcam-Option entscheiden könnt ihr im nächsten Schritt entscheiden ob ihr ein Foto machen (oben) oder ein Bild hochladen wollt (unten).

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Das Programm generiert daraufhin einen Charakter nach euren realen Vorgaben.

 

Im Anschluss kommt ihr zu de selben Auswahlkriterien zu denen man auch kommt, wenn man einen Charakter selbst zusammen stellen will. Da könnt ihr euch munter durchklicken und ausprobieren.  Bei den verschiedenen Vorschlägen steht im ersten Kästchen „rückgängig machen“ falls benötigt. Haarfarben findet ihr ganz unten rechts.

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Wenn ihr fertig seid klickt einfach OK

Zufrieden? Dann den roten Button klicken (bei dem grünen geht’s zurück zum bearbeiten)

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Jetzt könnt ihr euch aus 10 Motiven eure Lieblinge raussuchen. Rechts unten könnt ihr noch auf Japanisch oder Englisch ein frohes neues Jahr wünschen und als Schriftzug einfügen.

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Zufrieden? Dann wieder OK klicken.

Daraufhin landet ihr auf der Bestätigungsseite. Dort müsst ihr einfach nur auf den roten Button klicken um den Prozess abzuschließen.

Im nächsten Screen erschein ein Infofeld, dass ihr euch die Karten zuschicken lassen könnt. Das könnt ihr schließen (X) da dies nur für Japan gilt.

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Und zack! Fertig! Mit der Lupe rechts oben könnt ihr das Bild vergrößern und als Screenshot abspeichern. Und so schnell ist man Teil von One Piece.

 

Eine super Idee. Ich hatte richtig Spaß beim durchklicken. Ein paar mehr Gruppenbilder wären schön gewesen aber hey, die allgemeinen Auswahlkriterien sind schon echt gut.

Und wem das alles nicht zusagt, der kann sich ja von Ruffy oder Ivankov ein Bild machen lassen…. Das sieht dann übrigens so aus:

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Und? Habt ihr es schon ausprobiert??? Teilt eure Bilder doch auf unserer Facebookseite oder in der Family! Ich bin gespannt und wünsche euch viel Spaß!

Hier ein paar Bilder, die ich zusammengestellt habe:

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Eure Himi

Himi Nov 16 '16 · Bewertung: 5 · Kommentare: 4 · Stichworte: one piece
Himi

Japans archäologische Geheimtipps

Vielen wissen, Japan ist voll von Geschichte und Tradition. Selbst in den größten Städten findet man Moderne und Altertum gleich nebeneinender. Das ist auch eine der Besonderheiten dieses Landes. Nirgends sonst läuft man nichts ahnend durch eine überfüllte Straße voller Hightech und landet mit nur einer Abbiegung im nächsten Tempel, der manchmal nicht größer als ein Spielplatz ist. Auch kleine Schreine sind überall in den Städten verteilt. Ein wahrer Traum für Geschichtsfans und Kulturfanatiker.

Wer allerdings etwas länger Zeit in Japan verbracht oder Japanische Geschichte studiert hat weiß, dass auch die Archäologie-otakus hier auf ihre Kosten kommen. Touristen erfahren meist erst relativ spät von den spannenden Orten weit abseits der üblichen Besucherroute.  Aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle meine persönlichen Top 3 der archäologischen Geheimtipps vorstellen.


3. Castle in the sky, das japanische Machu Picchu – Takeda Castle


Auf Platz 3 haben wir das Himmelsschloss Takeda. 1441 gebaut gehörte es zu den großen Daimyo (Gebietsherren)  Hideyoshi Toyotomi und Tokugawa Ieyasu. Beide gehörten zu den Herrschern, die das Land einigten und die Kriegsperiode beendeten. Um 1600 wurde das Schloss schließlich verlassen und blieb als Ruine zurück.


Heutzutage ist es ein beliebter Wanderort, dBilda das Schloss in 353 Meter Höhe auf einem kleinen Berg umzingelt von großen Gebirgen gebaut wurde. Zu finden ist es nah der Stadt Asago in der Präfektur Hyougo. Es gehört zu den besten 100 Schlössern Japans und erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit. Vor allem durch die atemberaubenden Bilder, die die Landschaft um das Schloss herum hervorbringt. Egal welche Jahres- oder Tageszeit, jeder Moment lässt die Ruine in einem anderen Glanz erstrahlen. Besonders beliebt sind die Besuche im Herbst. Nebelschwaden hüllen Takeda in einen mysteriösen Schleier und sorgen für das gewisse Extra um die Fantasie auf eine kleine Reise zu schicken.

Auch der Spitzname „castle in the sky“ stammt aus diesem Zeitraum. Die Japaner nennen diese Phase unkai (Meer aus Wolken) die zwischen September und Oktober in den frühen Morgenstunden in vollem Glanz erstrahlt und das Schloss wie auf Wolken schweben lässt.

 

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Genaue Informationen wie ihr zur Schlossruine kommt findet ihr hier: https://www.city.asago.hyogo.jp/kankou/eng/TakedaCastle.html

 


2. Shirakawa-go  und Gokayama– das echte Hinamizawa aus Higurashi


BildDie Region Shirakawa-go und Gokayama, die sich tief in den Bergen zwischen den Präfekturen Gifu und Toyama befinden und dem  UNESCO Weltkulturerbe angehören, erfreuen sich besonders seit dem splatter Anime Hit Higurashi no naku koro ni größter Beliebtheit. Berühmt sind besonders die im Gassho-zukkuri Stil gebauten Häuser, was so viel wie „gebaut in Form eines Gebets“ bedeutet.  Da diese Region mitunter die größte Schneefallrate Japans besitzt, machte diese Architektur für die Bewohner am meisten Sinn, da sie auch bei starkem Schneefall stabil und robust sind. Einige Häuser sogar schon 250 Jahre lang.

 

BildOgimachi ist Shirakawa-gos größtes und bekanntestes Dorf und kann mit einem Bus als Tagesausflug von Takayama aus gut erreicht werden. Oder als ein kleiner Zwischenstopp einer Bustour von Takayama nach Kanazawa. Am besten kann man das Dorf jedoch mit einer Übernachtung in einem der für Touristen umgebauten Farmhäuser auskundschaften.

Die Region Gokayama ist etwas schwieriger zu erreichen und erfordert einen Busumstieg in Ogimachi. Die Dörfer dort sind kaum modernisiert, kleiner, privater und weniger vom Tourismus erschlagen als Shirakawa-go. Die schönsten Dörfer Gokayamas sind Suganuma und Ainokura.

 

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Um überhaupt in die Nähe dieser Bergregion zu kommen sollte man sich in Kanazawa, Takayama, Nagoya, Toyama oder Takaoka befinden. Das Dorf Ogimachi gilt als große Umsteigestation für alle Transfer-Busse aus diesen Städten. Für einen Besuch der Gokayama Region müsst ihr also immer in Ogimachi umsteigen.

Auf dieser Seite findet ihr mehr Informationen zu den einzelnen Dörfern und wie ihr sie erreichen könnt:  http://www.japan-guide.com/e/e5950.html

Zum Abschluss noch die Bilder aus Higurashi, die diese Region berühmt gemacht haben:

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1. Yonaguni – das japanische Atlantis


BildYonaguni ist eine kleine Insel in der Präfektur Okinawa und der westlichste bewohnte Punkt Japans, da sich die kleine Insel genau vor dem taiwanesischen Festland befindet. Sie umfasst nur 28 km² und hat eine Bevölkerungsdichte von 1700 Einwohnern. Es befinden sich 3 Orte auf der Insel: Sonai an der Nordküste, Kubura an der Westküste und Higawa im Süden. Der kleine Flughafen befindet sich zwischen Sonai und Kubura. Abgesehen von den einsamen Stränden, den mystischen Legenden der Einwohner und weniger kulturellen Attraktionen ist die Hauptgrund für einen Besuch nicht die Insel selbst, sondern die Unterwasser- Ruinen abseits der Südküste.

Die Ruine besteht aus einer massiven Gesteinsplatte, 50m mal 100m weit und bis zu 25mBild hoch,  in die fast perfekte Formationen im rechten Winkel geschlagen wurden, die zeitlich auf 8000 Jahre alt geschätzt wurden und mit keiner bekannten Technik in der gesamten Menschheitsgeschichte verglichen werden kann. Einige behaupten es handelt sich um Artefakte des versunkenen Kontinents Mu. Eine andere und weitaus langweiligere Erklärung für diese Gebilde sind geologische Formen die sich auf mysteriöse Art und Weise selbst im 90° Winkel geformt haben. Bis heute streiten sich Wissenschaftler ob es sich um ein natürliches Phänomen oder ein von Menschen erbautes Gebilde handelt. Entdeckt wurde die Plattform übrigens schon in den 1980gern von einem Hobbytaucher und Bewohner der Insel. Ihr Bekanntheitsgrad ist aber selbst in Japan sehr gering.

 

BildEin Besuch dieser Ruinen ist allerdings nicht so einfach und setzt eine längere Erfahrung (PADI AOWD und mehr) als Taucher voraus. Für Tauchanfänger nicht geeignet allerdings bieten viele Tauchershops Crash-Kurse für eine geführte Tauchtour an. Die Ruine befinden sich etwa 20 Minuten mit dem Boot von Kubura entfernt und ist nur unter besonders günstigen Wetterbedingungen zu erreichen. Ein kurzer Besuch garantiert also auf keinen Fall das Glück überhaupt mit dem Boot den Hafen verlassen zu können.

Wenn die Windkonditionen es zulassen kann man jedoch über den SOUWES diving service (http://www.yonaguni.jp/en/) eine Bootstour mit Glasboden machen. Da sich das Monument allerdings bis zu 20m in der Tiefe befindet kann man allerdings bei schlechterem Wetter kaum etwas sehen.

Die Insel Yonaguni kann man per Flugzeug 1mal am Tag von Naha, oder 3 mal am Tag von der Insel Ishigaki aus erreichen. Per Boot ist die Insel über Fukuyama Kaiun, der einen kleinen Bootstransfer von Ishigaki aus führt, erreichbar. Hinfahrten nach Yonaguni finden Mittwoch und Samstag, Rückfahrten Montag und Donnerstag statt. Die Überfahrt startet immer 10 Uhr, dauert bei gutem Wetter 4 1/2 Stunden und kostet hin und zurück ca. 6500yen (ca. 65-70 Euro). Diese Preise und Zeiten wurden aber zuletzt 2013 bestätigt. Man sollte sich vor Ort auf jeden Fall noch einmal informieren. 

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Auf Yonaguni selbst fahren 7 Busse am Tag zwischen Sonai und Kubura, 3 die die Insel komplett umrunden  und wohl alle kostenlos! Dafür befindet sich kein öffentlicher Transport im östlichen Teil der Insel. Es gibt 2 Taxis und 4-5 rent a car Läden, die für Mobilität auf der Insel sorgen ( die übrigens in einer Stunde komplett umrundet ist).

Yonaguni befindet sich zu Recht auf dem 1. Platz meines persönlichen Rankings. Es ist nicht nur schwerer zu erreichen als die anderen, man hat auch den größten Zeitaufwand. Für kurze Aufenthalte in Japan denkbar ungeeignet vor allem durch die vielen andern kulturellen Orte, die man sich unter Umständen vorher ansehen will. Auch für mich bleibt Yonaguni für die nächsten Jahrzehnte wohl eher ein Traumziel. Dennoch ein Ziel, dass ich irgendwann erreichen möchte.

 

Ich hoffe euch hat diese kleine Exkursion ins japanische Altertum etwas gefallen und ich konnte euch noch eine neue Seite des sonst so modernen Japans näher bringen.  Mich würde interessieren ob ihr vielleicht schon einmal von einem oder mehreren der Orte gehört habt oder sogar schon einmal da gewesen seid??? Was haltet ihr im Allgemeinen von den Top 3? Gibt es noch andere Orte die ihr bevorzugen würdet? Schreibt mir doch ein kleines Kommentar im Blogbereich von NSW-Family in dem dieser Beitrag auch noch einmal geteilt wird. Ich freue mich auf eure Kommentare!


Eure Himi

Himi Nov 14 '16
Himi

Gyudon  - Das japanische McDonalds


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Jeder nach Japan Reisende bringt eine eigene Motivation mit, warum er dieses quirlige Land besucht.  Sei es nun zur Befriedigung verschiedenster Otakugelüste, zur Erfüllung musikalischer Sehnsucht oder die kulturelle Neugier, die Reise liegt vielen kleinen wie großen Träumen zugrunde. Doch obgleich der individuellen Beweggründe sind sich alle bei einem kulturellen Erzeugnis einig: Das Essen ist der Hammer!

Allein die Vielfalt der japanischen Speisen haut viele aus den Socken und führt das ein oder andere Mal auch zu einer wahren Reizüberflutung. Und selbst der härteste Verfechter der „was der Bauer nicht kennt, isst er nicht“- Haltung muss sich bald einer radikalen Meinungsänderung unterziehen. Die Essenskultur wird in Japan wie jede andere Kunstform behandelt und  versucht seit Jahrhunderten dem Ziel der Perfektion einen Schritt näher zu kommen. Es geht dabei nicht darum, dass man Zutaten zusammenrührt und plötzlich die Pampe einen tollen Geschmack hervorbringt, sondern, dass wirklich der Geschmack jeder Zutat im Gesamtgericht herauszuschmecken ist und perfekt mit dem Rest harmoniert. Man kann sich also bei einer Sache sicher sein, wenn es um die japanische Küche geht: Willkürlich gibt es nicht. Alles hat einen Sinn und einen Grund.

Diese Art der Küche ist auch der Grund, warum besonders Amerikaner nicht gerne in Restaurants bedient werden. Sie tendieren dazu, die Bestellung komplett auseinander zu nehmen. Auch wir Deutschen haben ab und an diese Denkweise, dass Zutaten die wir nicht mögen ja mit einer anderen ausgetauscht werden können. Nein. Nicht in Japan. Natürlich kann man das machen, aber jedem sollte bewusst sein, dass so eine Bestellung  zu einem größeren Arbeitsaufwand aller Angestellten führt und sich die Wartezeit anderer Gäste verlängern könnte. Kein Japaner wird aufgrund einer abweichenden Bestellung meckern aber die Küche dafür umso mehr. Das bekommen dann gerne mal die Kellner ab. Ich behaupte das an dieser Stelle auch nicht einfach, sondern  spreche aus eigener 1 ½ jähriger Erfahrung in einem Teppanyaki Restaurant in Tokyo. Lässt man die Zwiebeln oder kleine Fischflocken weg, schmeckt es einfach nicht mehr so, wie es intendiert war und das ärgert die Küche. Deswegen rate ich: bestellt euch das Gericht, das ihr wirklich essen wollt und sammelt die Zutaten die ihr nicht mögt einfach raus. Und alle sind zufrieden. Unhöflich sind beide Varianten also was soll‘s.


Aber genug zur japanischen Etikette. Ich möchte euch in diesem Blog etwas über mein absolutes Lieblingsgericht, dem Gyudon, erzählen. „Kenn ich gar nicht…“ denkt sich jetzt der ein oder andere. Stimmt auch. Dieses Gericht ist unter Touristen so gut wie gar nicht bekannt. Und warum? Weil die Läden, die dieses Gericht hauptsächlich vertreiben, nicht wie ein Restaurant aussehen. Man betritt einen großen Raum und steht sofort vor einem kreisförmigen oder quadratischem Tresen in dessen Mitte 2-3 Köche stehen und einen Anbrüllen (Herzlich Wilkommen!!!!!) sobald man den Raum betritt. Ab und an gibt es noch die Auswahl sich an einzelne Tische zu setzen aber das ist nicht immer der Fall. Und am Tresen sitzen und den Leuten beim Arbeiten zugucken ist nicht immer der schönste Anblick beim essen. Vor allem, wenn das Ganze einen Pommesbudenflair ausstrahlt. ABER, so langweilig und praktisch diese Läden auch aussehen, etwas Geileres habt ihr noch nicht gegessen.

Das Wort Gyudon setzt sich aus den Wörtern Gyu – Rindfleisch, und Don = Schüssel zusammen.  Don-Gerichte werden langsam auch in Deutschland etwas bekannter. Dabei handelt es sich um Reis gefüllte Schalen mit einer Portion Fleisch oder Gemüse oben drauf. Ganz einfach eigentlich, aber genial. Das Geheimnis liegt in der Zubereitung des Fleisches und dem daraus entstehenden Sud. Ich habe schon oft versucht das relativ einfache Gericht nach zu kochen, ich komme auch nah dran geschmacklich, aber es will mir einfach nicht Japan getreu gelingen. Die zwiebeln werden mit einer bestimmten Technik geschnitten, das Fleisch darf nur 1-3mm dünn sein, Sojasoße, Mirin und Sake müssen in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen, nicht zu viel Zucker oder Wasser und die Kochzeit der einzelnen Zutaten ist auch von Bedeutung. Allerdings ergeben all diese kleinen Feinheiten ein perfekt ausbalanciertes Geschmackserlebnis vom feinsten.


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Das ganze kann man nur noch mit einem kleinen Insidertipp toppen: Bestellt euch ein rohes Ei dazu und rührt es mit einem Schuss Sojasoße an. Das ganze gießt ihr dann über die heiße Schüssel und rührt ordentlich um. Es ist das Beste vom Besten. Ob zum Mittag, zum Abendbrot oder, mein Favorit, nach einer durchgezechten Partynacht. Da die meisten dieser kleinen Gyudon Buden in der Nähe von Bahnstationen oder Karaoke Läden zu finden sind, sind sie auch rund um die Uhr geöffnet.  Natürlich bieten sie auch andere Leckerbissen wie Curryreis, japanischer Hamburger oder Schweinefleischgerichte an. Da muss man sich einfach mal durch das Menü durchtesten.


 

Wie wird bestellt?

Bestellen in den kleinen Buden kann man über zwei Systeme. Entweder es befindet sich direkt beim BildEingang ein Automat mit kleinen Bildchen der Menüs oder eine Speisekarte auf dem Platz.

Vor dem Automaten fürchten sich einige erst, die Sorge ist aber unbegründet. Auch wenn mal keine englische Übersetzung dran stehen sollte (altes Modell), so sind fast immer Bildchen dran. Sucht euch einfach nach dem Bild das Essen aus, schmeißt den Betrag der unter den Bildchen steht in den Geldschlitz und press play. Dann bekommt ihr Zettelchen mit den Bestellungen die ihr dann einfach dem Mann hinter der Theke, der euch ein Glas Wasser hinstellt, in die Hand drückt. Oder ihr legt sie vor euch sichtbar hin und der der nette Mensch schnappt sie sich im vorbei gehen. Innerhalb von 5 Minuten habt ihr dann euer essen. Ich nenne es auch gerne das japanische McDonads. Fastfood auf hohem Niveau. Es gibt Einzelgerichte, es gibt Set-Menüs (Beilage meist eine Miso Suppe und ein Salat) und es gibt einzelne Beilagen die man dazu bestellen kann (rohes Ei, extra Salat etc.). Wer einen Laden mit Menükarte erwischt bestellt natürlich sobald der Kellner kommt.




 

Auf Gyudon Gerichte haben sich 5 große Ketten in Japan spezialisiert. Einen dieser 5 sieht man garantiert während seines Aufenthalts:

Matsuya

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Yoshinoya

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Sukiya

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Toyko Chikara Meshi

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Nakau

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Die angebotenen Gerichte variieren natürlich. Ich persönlich war gerne Stammgast bei Matsuya, ab und an Yoshinoya und wenn nichts anderes da war Sukiya.  Alle drei sind aus meiner Erfahrung sehr ähnlich und gleich lecker.

Übrigens auch ein sehr guten Hangover-Essen ;)

Also, wer sich mal wie ein echter Überstunden machender Salary-man fühlen will, der sollte sich diesen Schnellimbiss für das authentische Japanfeeling auf jeden Fall einmal gönnen.

 

Guten Hunger!


Eure Himi

(Blog vom 07.11.2016)


Himi Nov 8 '16
Himi

Info vorweg:

Diese Blogeintrage wurden bereits auf der NSW-live Startseite veröffentlich. Aufgrund der schlechten Kommentar optionen veröffentliche ich sie noch einmal in meinem privatem Blog. Da ich eure Meinung gerne dazu hören würde habt ihr jetzt hier die Möglichkeit mir Vorschläge für weitere Themen zu machen, mich zu kritisieren, Fragen zu stellen oder einfach über die Themen zu diskutieren.

Burakumin - Die Schattenseite der Gesellschaft

Dieser Blogeintrag gehört wahrscheinlich zu einem meiner kritischsten Einträge überhaupt.  Gesellschaftskritik gehörte zu meinen Schwerpunkten im Studium und besonders dieses Thema hat mich schon immer sehr mitgenommen. Dies ist ein sehr Geschichtsträchtiger Eintrag der nicht aus Fiktion oder Popkultur abgeleitet, sondern aus geschichtlichen, soziologischen und anthropologischen Fakten zusammengestellt ist. Ich habe nicht jedes kleinste Detail berücksichtigt sondern versucht einen kurzen und prägnanten Überblick zu verfassen. Wen dieses Thema interessiert der wird schnell merken, dass unzählig viele Seiten dazu online zur Verfügung stehen.

Ich glaube, dass das einige Japanfans von euch durchaus interessieren könnte da es um ein Thema geht, auf das man außerhalb des wissenschaftlichen Bereiches nicht so schnell stößt. Warum? Es ist ein Tabuthema. Und welches Land promoted freiwillig Themen, die es in ein schlechtes Licht rücken?

Lange Rede, kurzer Sinn: es geht um die Burakumin!

 

Der große Überbegriff an dieser Stelle ist allerdings Diskriminierung. Touristen fällt eine Diskriminierung ihnen gegenüber meistens nicht auf, da die Zeit ihres Aufenthalts recht kurz ist. Aber wer schon mal etwas länger in Japan gelebt hat kann da bestimmt die ein oder andere Geschichte erzählen. Auch ich habe Diskriminierung in Japan erfahren und kann bestätigen, es ist keine Seltenheit. Was mich während meines Studiums allerdings überrascht hat ist, dass Japan auch gerne ihre eigenen, durch Geschichte geprägten Untergruppen diskriminiert. Untergruppen zu denen unter anderen auch behinderte und kranke Menschen gehören.  Doch abgesehen von diesen Minderheiten gehören die Burakumin zu einer der ältesten. Denn diese existierten in der Feudalzeit Japans. Dieser Zeitraum umschließt die Edozeit, die von 1603 bis 1867 ging. Bevor ich näher auf die Burakumin eingehe möchte ich etwas mehr über das Klassensystem zu dem sie gehörten erzählen um einen kleinen Überblick zu bekommen.

Klassensystem

In der Edozeit herrschte das hierarchische Klassensystem des „Shi-no-ko-sho“. Dieses bestand, wie das 4 silben Wort beschreibt, aus den 4 Klassen : 

 

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  1. den Samurai (侍shi)
  2. den Farmern (農 nō)
  3. den Handwerkern (工 kō)
  4. den Händlern (商shō)

 

 

 

 

Alles ausßerhalb dieser Klassen war entweder vom Stand her zu hoch oder zu niedrig um mit einbezogen zu werden. An erster Stelle stand natürlich der Kaiser. Nach ihm folgten die Buddhismus -und Shintoprister.

Die zweite Gruppe außerhalb des Vierersystems sind die Burakumin. Diese standenBild an letzter Stelle, nicht nur im System sondern auch als Mensch. Burakumin waren Menschen die, religiös betrachtet, schmutzige Arbeit verrichtet haben. Schlachter, Hebammen, Henker, Gerber und sämtliche anderen Arbeiten, die mit Blut zu tun haben (auch Eta genannt).  Die zweite Gruppe der Burakumin bestand aus ex-Sträflingen und Landstreichern die als Säuberungseinheiten, Unterhalter oder Wache arbeiteten (Hinin genannt, „nicht-Mensch“). Beide Burakumingruppen wurden von der Allgemeinheit gemieden und ausgeschlossen da sie als spirituell verseucht galten. Sie durften nur außerhalb von Städten in eigenen kleinen Siedlungen leben und mussten sich an strenge Gesetze und Einschränkungen halten.

Die Edozeit endete mit der Meiji - Restauration  und der Öffnung Japans gegenüber dem Rest der Welt in 1868. Man müsste meinen, dass nun auch der Status der Burakumin aufgelöst wurde und diese von da an ein gerechtes und erfülltes Leben führten. Aber nein, diese Glück blieb ihnen auch noch lange nach der Edozeit verwehrt.

Über das Leben der Burakumin in der Edozeit ist nicht viel bekannt. Bild1826 wurden ihr Status vom Justizministerium als „niedriger als Tiere“ bezeichnet. Erst 1871 wurde Diskriminierung gegen Außenseiter gesetzlich verboten. Allerdings erst 8 Jahre später in 1880 wurde ihr Status geändert in „niederste Gruppe von Menschen, fast wie Vögel und Tiere“. Nur mal als kleiner Vergleich: Japan befand sich zu dieser Zeit, genau wie Deutschland, im Zeitalter der Industrialisierung. Erst um die 80 Jahre später, in 1965, erkannte die Regierung die weitverbreitete Armut, Vernachlässigung und Diskriminierung der Burakumin an. Und 4 Jahre später gab es dann auch endlich mal die ersten finanziellen Zuschüsse da die meisten Burakuminfamilien in überbevölkerten, unhygienischen Wohnräumen lebten und unter Arbeitslosigkeit litten.

 

 

Aber denen geht es doch bestimmt Heutzutage viel besser oder? Schließlich ist Japan ein modernisiertes Land! Oder?

Nun, man sollte nie vergessen dass Japaner ihre Homogenität und Nationalität feiern wie kaum ein anderes Land. Man kann zwar die japanische Staatsbürgerschaft erlangen, aber man wird niemals akzeptiert als ein Teil der japanischen Gesellschaft. Man ist und bleibt Ausländer so lange kein japanisches Blut in den Adern fließt. Und wie schon zu Beginn erwähnt gehört die japanische Gesellschaft zu einer, die auch ihre eigenen Leute als Außenseiter behandelt. Beweise dafür gibt es in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens aber wir gucken an dieser Stelle mal wie es im Bewerbungs- und Hochzeitsgewerbe aussieht.

Bewerbungen

Der öffentliche Zugang zum Familienregister wurde 1969 geschlossen, was bedeutet, dass zukünftige Arbeitgeber ab diesem Zeitpunkt keinen Zugriff mehr auf die persönliche Familiengeschichte eines Bewerbers hatten. Sie konnten also auch nicht mehr prüfen, ob ein Bewerber Nachfahre einer Burakuminfamilie war oder nicht. Zuvor, war dieses Register Grund Nummer 1 warum Burakuminnachfahren keine Arbeit bekamen. Man könnte also meinen eine Gleichberechtigung war nun endlich hergestellt. Aber schon einige Jahre später wurde eine geheime Burakumin Adressenliste in den höchsten Rängen herumgereicht und illegal käuflich erworben (Nissan, Honda, Daihatsu) die eindeutig die Abneigung gegenüber dieser Gruppe und die Entschlossenheit diese Menschen nicht in der Firma haben zu wollen darstellte. Nichts desto trotz stiegen die Einstellungszahlen der Burakumin schlussendlich in den 70er-80ern als Japans Wirtschaft explodierte.

Und heute? Heute ist der Prozentsatz der Arbeitslosigkeit von Burakuminnachfahren immer noch 10% höher als der, der restlichen japanischen Bevölkerung. Sie sind in Großen Fimen Unterrepräsentant und in kleinen Firmen mit wenig Aufstiegschancen, wenigen Zuschüssen und keinen großzügigen Angestelltenboni überrepräsentiert.

 

Heirat

Die ominöse Adressliste der Burakuminfamilien hat nicht nur die großen Firmen interessiert, sondern auch Elter dessen Kinder sich aktuell auf den Heiratsmarkt befanden. Die eigene Blutlinie zu beschützen hat bis heute einen höheren Stellenweit als das persönliche Glück. Auch wenn die Freiheit den eigenen Ehepartner zu wählen von der Verfassung und der internationalen Deklaration der Menschenrechte gegeben ist, der elterliche Widerstand hat noch immer einen starken Einfluss. Auch wenn Studien zeigen, dass die Anzahl der reinen Burakumin Ehen zurückgegangen ist, die Anzahl an Männern, die eine Burakumin Frau heiraten ist noch immer sehr gering. Auch wenn 45% der Eltern heute der freien Partnerwahl ohne Widerstand zustimmen gibt es immer noch Fälle in denen der älteste Sohn mit den besten Qualitäten um das Oberhaupt der Familie zu werden lieber enterbt wird, als eine Burakumintochter in das Familienregister aufzunehmen.

Wen es interessiert, der kann auch gerne etwas zum Schulsystem recherchieren. Es gibt nämlich bis heute noch extra Schulen für Burakumin in denen auch nur Burakumin als Lehrer eingestellt werden dürfen.

 

Auch für mich ist es bis heute komplett unklar wie ein religiöse Einstellung ein Bildganzes Volk spalten kann, vor allem da schon zur Edozeit mehr als nur eine Religion herrschten. Diskriminierung der eigenen Rasse ist ein tiefsitzendes Problem in Japan. Alles was nicht zum großen Ganzen passt wird ausgeschlossen. Und wenn es die Gesetze nicht zulassen findet die Gesellschaft andere Wege. Ein Tabuthema ähnlich dem der Atombombenverseuchten aus Hiroshima und Nagasaki, die nicht nur alles im Leben verloren hatten, sondern auch ihr ganzes Leben lang von der Gesellschaft ausgeschlossen wurden. Und was ist mit den Familien in Fukushima? Warum bauen die sich nicht einfach ein neues Haus irgendwo anders? Weil sie das nicht dürfen! Sie sind verseucht und müssen in den Barracken oder zumindest in dem Gebiet bis an ihr Lebensende bleiben. Die Minderheit zum Wohle der Mehrheit opfern. Und hoffentlich wird die westliche Welt davon niemals erfahren. Denn Japan gilt schließlich als Vorzeigeland in Asien und halter der nächsten Olympischen Spiele.

Eine Nation die zusammen hält um ihre zwiegespaltene Gesellschaft zu verstecken.

 

Vielen Dank fürs Lesen,

Eure Himi

(Blog vom 14.09.2016)


Himi Nov 8 '16 · Stichworte: verrücktes japan
Himi

Info vorweg:

Diese Blogeintrage wurden bereits auf der NSW-live Startseite veröffentlich. Aufgrund der schlechten Kommentar optionen veröffentliche ich sie noch einmal in meinem privatem Blog. Da ich eure Meinung gerne dazu hören würde habt ihr jetzt hier die Möglichkeit mir Vorschläge für weitere Themen zu machen, mich zu kritisieren, Fragen zu stellen oder einfach über die Themen zu diskutieren.

Werbung mit Kinofilmpotenzial


Wenn es etwas gibt, was mich schon immer an Japan fasziniert hat, ist es die TV Werbung. Kaum vorstellbar wenn man von deutscher TV Werbung ausgeht, dass man so etwas mit „faszinierend“ beschreiben kann. Allerdings sieht man einen ganz großen Unterschied wenn man sich nur einige Clips auf Youtube ansieht. Japanische TV Werbespots sind nicht nur farbenfroh und schrill sondern strotzen auch vor Kreativität, Witz und dem gewissen Wow-Effekt bei dem einem das Produkt definitiv im Gedächtnis bleibt.

Mit dem aktuellen Pepsi Japan Werbespot hat sich die Werbebranche mal wieder selbst übertroffen. Die bis jetzt 4 epischen Spots sind mit ihren 90 Sekunden (und länger) zwar verdammt lang, aber man wünscht sich augenblicklich mehr davon! Das Ganze erscheint eher wie ein Trailer zu einem neuen Fantasy/Action Film, und weniger wie ein Getränkewerbespot.

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Das Hauptthema für den Spot der Pepsi Nex Zero, die auch nur in Japan erhältlich ist, ist „Besiege die, die stärker sind als du!“ und als Storyline wurde die alte Volkssage des Momotaro gewählt, die zu den bekanntesten Sagen Japans zählt.  In der Geschichte geht es um den Jungen Momotaro der einen Affen, einen Hund und einen Fasan  durch die Bestechung mit Süßigkeiten als Weggefährten bekommt um im Gegenzug mit deren Hilfe die Bösewichte der Geschichte zu besiegen. Dabei handelt es sich um verschiedene Dämonen, die alle nach außen gewölbte Bauchnabel haben. Klingt erst einmal seltsam aber wir sprechen hier ja auch von einer japanischen Sage. Darin finden sich immer wieder kleine, witzige Details die eine Geschichte aber umso interessanter machen.  

Und weil eine grandiose Heldensage als Hintergrundstory nicht reicht muss auch noch ein Set an first rate Schauspielern ran. Als Momotaro wurde kein anderer als Shun Oguri gecastet. Wem dieser Schauspieler nichts sagt, der möge sich jetzt möglichst schnell und schämend auf Youtube bewegen und Lupin III Movie, Detective Conan JDrama, Crows Zero 1 +2, Hana Yori Dango, Hana Kimi oder Tokyo Dogs eintippen. Dieser Mann ist ÜBERALL in der TV Branche vertreten und meiner Meinung nach einer der besten Schauspieler die Japan momentan zur Verfügung hat.

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Abgesehen von diesem Schmuckstück hat sich Pepsi Japan noch Jude Law für den 4. Teil einfliegen lassen, aber dazu später mehr.  Hinterlegt wurden alle Spots mit dem Song Same Ol der britischen Rock Band The Heavy´s. In Deutschland läuft der selbe Song für einen Männer-Parfüm Werbespot. Lächerlich im Vergleich.

Aber worum geht es eigentlich? Hier eine „kurze“ Zusammenfassung:


Episode Zero

Im ersten Spot wird die Problemlage ausgehend von den Dämonen thematisiert. Momotaro und seine Gang begeben sich auf den Weg nach Onigashima, die Insel der Dämonen.  Unter den Szenen ist folgendes zu lesen:

„Vor langer, langer Zeit griffen zahlreiche Dämonen (Oni) ein Dorf an. Sie waren viel zu stark und die Dorfbewohner konnten nichts tun um ihnen entgegen zu treten. Als Momotaro die Nachricht der in Not geratener Dorfbewohner erreichte, machte er sich auf den Weg um mit Hilfe des Affen, des Hundes und des Fasans den Dämonen auf ihrer Insel (Onigashima ) entgegen zu treten. – Besiege die, die stärker sind als du!“


Episode 1

In Episode 1 bekommen wir eine kleine Flashback Story zu Momotaro, dem Protagonisten.

Es liest sich wie folgt:

„Diese Geschichte stammt aus der Zeit bevor Momotaro seine tierischen Freunde traf und einen Dämon alleine bekämpfte. Die Stärke dieser Kreatur lag weit über Momotaro`s Vorstellungskraft.  Gänzlich besiegt suchte er einen Schwertkampfmeister auf.  Der Name dessen war Miyamoto Musashi. Momotaro wurde sein Schüler und eines Tages stark genug, um es gegen seinen Meister aufzunehmen. An dem Tag als Momotaro sein Training beendete, übergab Miyamoto seinem Schüler ein Schwert. . – Besiege die, die stärker sind als du!“


Episode 2

Nicht nur Momotaro bekommt seine Vergangenheitsgeschichte, auch der Hund erzählt von seiner Vergangenheit…die im Vergleich zu Momotaro`s alles andere als schön ist:

„Vor langer Zeit fanden die Wölfe, die in den Bergen lebten, einen Säugling. Die Wölfe zogen ihn wie ihren eigenen Sohn auf und lebten glücklich zusammen. Doch eines Tages erschienen die Dämonen die das Wolfsrudel mit unglaublicher Stärke vernichteten.  Alle waren verloren. Nur der Junge überlebte und seine Trauer war so groß, dass sich an dem Morgen darauf sein Haar weiß färbte. Er zog das einzige Andenken, das Fell seiner toten Mutter, über und erzählte jedem der fragte sein Name sei Hund. . – Besiege die, die stärker sind als du!“



Episode 3

Dieser Spot MUSSTE auf 4 Minuten verlängert werden! Nicht nur um den Filmmachern die Weiterentwicklung der Story zu ermöglichen, sondern auch weil man sich nicht mit 90 Minuten zufrieden gegeben hätte. Episode 3 ist einfach epischer als episch! Diesmal geht es um die Geschichte des Fasan:

„Vor langer Zeit lebten im Königreich der Vögel Zwillingsbrüder, die beide Kämpfer waren. Der ältere, geboren mit einem schwarzen Federkleid hieß Krähe, den jüngeren nannte man Fasan. Fasan beschützte sein Volk mit Liebe, Krähe kontrollierte sie mit Stärke. Doch es kam der Tag an dem Krähe seiner Begierde nach noch mehr Stärke unterlag, sich den Dämonen anschloss und selbst zu einer solchen Kreatur wurde. Um das Herz von Krähe zurück zu gewinnen, um seinen Bruder an seine Liebe für ihn zu erinnern, tanzte Fasan. Tag für Tag tanzte er mit dem Glauben daran, dass irgendwo sein Bruder ihm zusehen würde. Mit dem Glauben das sein Bruder ihn sehen kann, egal wie weit entfernt, breitete Fasan seine Flügel aus. Der König der Vögel flehte Fasan an sie zu retten und da wusste er, er muss gegen seinen Bruder kämpfen. . – Besiege die, die stärker sind als du!“


Episode 4

Man möchte meinen jetzt ist eigentlich der Affe an der Reihe aber in Episode 4 bekommen wir die Geschichte eines Dämons vorgestellt. Und dieser ist kein anderer als Jude Law:

„Vor langer Zeit lebte ein Dämon unter den Menschen. Diese bejubelten den Dämon als ihren größten Helden aufgrund seiner Stärke. Bis eines Tages ein Neider des Dämonen einen Gegner sandte, der ihn besiegen sollte. Um diesen Feind zu besiegen und die Menschen zu retten gab der Dämon seine Sterblichkeit auf und erlangte eine unglaubliche Kraft, die die Dorfbewohner zu fürchten begannen. In Angst um ihr eigenes Leben sperrten sie den Dämon in eine Höhle auf einer Insel. Die Gefühle von Wut und Trauer die er nach dem Betrug der Dorfbewohner fühlte sprudelten förmlich über und ergaben sich in Flammen. Schlussendlich verwandelten sie ihn in einen angsteinflößenden Dämon der dem Namen der Insel Onigashima (Dämonen Insel)  seinen Ursprung verlieh. . – Besiege die, die stärker sind als du!“


Alter Schwede…nochmal zur Erinnerung, es handelt sich hierbei um einen Werbespot für Zero-Zucker Pepsi! Und ganz ehrlich, ich würd die kaufen, alleine um das Ende der Geschichte zu finanzieren. In Betracht der noch übrigen Charaktere (der Affe), könnte man noch von 2 folgenden Episoden ausgehen. Episode 5 für den Affen, und Episode 6 für den Endkampf gegen den Oberdämon aus Episode 4. Egal wie sie den letzten Teil der Sage umsetzen, und vollkommen egal dass es nur ein Werbespot ist, ich glaube es haben mehr Japanische Sagen verdient auf die Leinwand geholt zu werden.  Und ganz ehrlich: Episode Zero hat mich sehr an One Piece erinnert. Zumindest würde ich mir genau in dem Stil eine Realverfilmung vorstellen.


Leute, Japanische Werbung hat es in sich. Natürlich sind nicht alle so geil wie diese aber jede ist auf ihre eigene Art sehr unterhaltsam…auch sowas hier:



Eure Himi

(Blog vom 17.08.2016)


Himi Nov 8 '16
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